Therapie & Beratung
Autismus
Behandlung
Autismus an sich ist nicht heilbar, aber die Betroffenen können lernen, sich in der Nicht-Autistischen Welt zurecht zu finden.
Bei mir in der Praxis ist ein großer Anteil der Therapie die „Übersetzung“ der Nicht-Autistischen Welt mit ihren sozialen Regeln und Handlungen.
Wir arbeiten nach dem IntraActPlus Modell (Jansen und Streit). Dies hat sich in der Behandlung von Autisten bewährt. Wir üben mit Hilfe des Videos, Mimik und Gestik zu verstehen und selbst einzusetzen. Dabei üben wir verschiedene soziale Situationen, wie z.B. Wie spreche ich jemanden an, wie verhalte ich mich bei einer Konfliktsituation, wie bitte ich um Hilfe u.a. Da die meisten Autisten visuell Lernende sind, können sie anhand vom Video eigene ungünstige Signale, z.B: kein Lächeln bei der Begrüßung erkennen und gut verändern.
Wichtig dabei ist der Alltagsbezug. Wenn beispielsweise ein Praktikum ansteht, üben wir das Verhalten im Vorstellungsgespräch und am Arbeitsplatz. Dadurch kann das für den Alltag erforderliche Verhalten direkt praktisch erprobt werden.
Zudem arbeiten wir mit dem TEACCH-Ansatz, dem TOMTASS – Theory of Mind bei Autismusspektrumsstörungen, KOMPASS – Zürcher Kompetenztraining für Autismusspektrumsstörungen und Sozialtraining für Gruppen bei Autismus Spektrumsstörungen, sowie einem sozialen Kompetenztraining für Kinder- und Jugendliche.
Weitere Methoden sind die Möglichkeit einer sensorischen Integrationstherapie und Psychomotorik, damit die Betroffenen ihren Körper besser wahrnehmen und in der Interaktion mit der Außenwelt, z.B im Sportunterricht, besser zurecht kommen.
Ein wichtiger Therapiebaustein ist die Einbindung der Eltern/Familie, Schule oder Kindergarten. Dabei ist Psychoedukation ein wichtiger Baustein, d.h. die Aufklärung über den Autismus.
Pädagogischer Erfolg – Ein Autist macht Abitur
Oliver leidet unter dem Asperger-Syndrom. Ich habe Oliver über 10 Jahre lang begleitet und wir haben viel daran gearbeitet, damit der 20 Jährige Lehrer besser versteht und umgekehrt. Ein kleiner Beitrag mit einem Einblick in Olivers Leben.
Autismus bei Kindern
Man spricht von den Autismusspektrumsstörungen, darunter fallen alle Autismus-Formen von Asperger, atypischer Autismus und frühkindlicher Autismus, wenn die Kinder bestimmte Merkmale aufweisen. Dabei müssen nicht immer alle Merkmale vorhanden sein, da die Ausprägung unterschiedlich ist.
verzögerte soziale Reife und unangemessenes soziales Verhalten
unausgereifte Empathie
mangelnder Blickkontakt
starres Festhalten an bestimmten Ritualen
Schwierigkeiten bei der Kommunikation, Fixierung auf eigene Interessen
selbst- und fremdaggressives Verhalten
mangelnde Fähigkeit, Kontakte zu knüpfen und aufrechtzuhalten
stereotype Bewegungsmuster wie z.B. Fingerschnipsen
visuelle Hilfen einführen
enges Einbinden des Umfelds
Handlungspläne entwickeln für die alltäglichen Abläufe
soziales Kompetenztraining
sensorische Integrationstherapie
Bestehen auf gleiche Abläufe, auf Veränderung wird mit Widerstand reagiert
ungewöhnliches Lernprofil
eine in ihrer Intensität und Konzentration ungewöhnliche Faszination für bestimmte Themen
ungewöhnliche Sprachfähigkeiten, die fortgeschrittene Syntax und Wortschatz beinhalten, zugleich aber auch verzögerte Konversationsfähigkeiten, ungewöhnliche Tonlage und monotone Stimmlage
Schwierigkeiten Alltagshandlungen durchzuführen und zu strukturieren
die Therapie wird an den Lebensalltag der Kinder orientiert, wenn z.B. Kontaktaufnahme ein Problem ist, wird das in Rollenspielen mit Videounterstützung erarbeitet. Wenn z.B ein Praktikum ansteht, dann führen wir ein Bewerbungstraining durch
Autismus bei Erwachsenen
Obwohl Hans Asperger bereits in den 30er Jahren das Asperger Syndrom herausfand, ist Autismus lange Zeit unbekannt geblieben. Viele Erwachsene haben nicht die Diagnose Autismus erhalten, sondern sind auf Ängste, Depressionen, soziale Phobie oder Bindungsstörungen behandelt worden. Erst in den letzten Jahren wurden bei bestimmten Verhaltens- und Persönlichkeitsmerkmalen auch die Diagnose Autismus gestellt.
Bestehen auf gleiche Abläufe, auf Veränderung wird mit Widerstand reagiert
ungewöhnliche Sprachfähigkeiten, die fortgeschrittene Syntax und Wortschatz beinhalten, zugleich aber auch verzögerte Konversationsfähigkeiten, ungewöhnliche Tonlage und monotone Stimmlage
eine in ihrer Intensität und Konzentration ungewöhnliche Faszination für bestimmte Themen
Schwierigkeiten bei der Kommunikation, Fixierung auf eigene Interessen
immer wieder Kontaktabbrüche bei Freunden und Bekannten
ungewöhnliches Lernprofil
viele Abbrüche bei der beruflichen Laufbahn
verzögerte soziale Reife und soziales Verhalten
unausgereifte Empathie
mangelnder Blickkontakt
starres Festhalten an bestimmten Ritualen
selbst- und fremdaggressives Verhalten
mangelnde Fähigkeit, Kontakte zu knüpfen und aufrechtzuhalten
stereotype Bewegungsmuster, wie z.B. Fingerschnipsen
Schwierigkeiten bei der Partnersuche und Partnerschaft
Mehr Ruhe im Kopf, mehr Struktur im Alltag
Ergotherapie bei ADHS – für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
Unaufmerksamkeit, innere Unruhe und impulsives Handeln können Schule, Ausbildung, Beruf und Familienleben stark belasten. Oft kommen Frust, Konflikte und ein angeknackstes Selbstwertgefühl dazu. In unserer Praxis begleiten wir Menschen mit ADHS in jedem Lebensalter.
Unser Ziel: Sie sollen Ihre Stärken nutzen und Ihren Alltag selbstbestimmter und entspannter gestalten.
Unser Schwerpunkt: Verhaltenstherapie nach dem IntraActPlus-Konzept
Das IntraActPlus-Konzept wurde von Dr. Fritz Jansen und Uta Streit entwickelt. Es verbindet verhaltenstherapeutische Methoden mit einem besonderen Blick auf Beziehung und Kommunikation. Dabei achten wir auch auf feine Signale wie Mimik, Tonfall und Körpersprache, denn sie prägen das Miteinander oft stärker als Worte.
Im Mittelpunkt stehen:
Positive Beziehung
Lernen gelingt am besten in einer Atmosphäre von Wertschätzung, Sicherheit und Freude.
Klare Strukturen
Verlässliche Abläufe und eindeutige Absprachen geben Orientierung.
Gezielte Verstärkung
Erwünschtes Verhalten wird bewusst wahrgenommen und gestärkt. So entstehen neue Gewohnheiten Schritt für Schritt.
Einbeziehung des Umfelds
Eltern und Bezugspersonen sind wichtige Partner. Wir zeigen ihnen praktische Wege, die Fortschritte zuhause zu unterstützen. Videogestützte Beratung kann dabei helfen, hilfreiche Muster sichtbar zu machen.
Konzentration und Aufmerksamkeit verbessern
Wir trainieren die Fähigkeit, bei einer Aufgabe zu bleiben, Ablenkungen auszublenden und Arbeitsphasen erfolgreich abzuschließen. Dazu gehören:
Aufgaben in kleine, überschaubare Schritte gliedern
Arbeits- und Pausenzeiten sinnvoll planen
Selbstinstruktion und Selbstkontrolle üben
Ablenkungsarme Lern- und Arbeitsplätze gestalten
Ausdauer und Arbeitstempo gezielt aufbauen
Alltagsorganisation stärken
Ob Schulranzen, Hausaufgaben, Termine oder Haushalt: Viele Menschen mit ADHS verlieren schnell den Überblick. Gemeinsam entwickeln wir individuelle Strategien, die wirklich zu Ihrem Leben passen:
Tages- und Wochenpläne, Checklisten und visuelle Hilfen
Feste Routinen für Morgen, Hausaufgaben oder Feierabend
Zeitmanagement und Prioritäten setzen
Ordnungssysteme für Schule, Arbeitsplatz und Zuhause
Für Erwachsene: Struktur im Berufsalltag und bei Verpflichtungen
Impulssteuerung und Selbstregulation
Erst denken, dann handeln. Das lässt sich lernen. Wir unterstützen dabei:
Eigene Gefühle und Warnsignale frühzeitig wahrzunehmen
„Stopp“-Strategien und Handlungsalternativen einzuüben
Mit Frust, Wut und Enttäuschung angemessen umzugehen
Regeln einzuhalten und Konflikte konstruktiv zu lösen
Soziale Kompetenzen im Umgang mit anderen zu stärken
Kinder lernen spielerisch und mit viel Bewegung. Eltern werden eng eingebunden, damit das Gelernte im Familienalltag ankommt.
Jugendliche stehen vor neuen Herausforderungen wie Schulabschluss, Ausbildung und wachsender Selbstständigkeit. Wir arbeiten auf Augenhöhe und mit Blick auf ihre persönlichen Ziele.
Erwachsene erhalten konkrete Unterstützung für Beruf, Partnerschaft, Familie und Haushalt. Viele erleben erstmals, dass ihre Schwierigkeiten verstanden werden und sich verändern lassen.
Am Anfang steht ein ausführliches Erstgespräch mit Befundaufnahme. Danach legen wir gemeinsam konkrete, alltagsnahe Ziele fest. Die Behandlung findet in Einzeltherapie statt und wird regelmäßig an Ihre Fortschritte angepasst. Eine enge Zusammenarbeit mit Ärzten, Schulen und anderen Fachkräften ist uns wichtig.
Für weiterführende Informationen und Beratung können Sie gern Kontakt mit mir aufnehmen.